Warum wir von „elektromagnetischer Umweltverträglichkeit“ anstatt „Elektrosmog“ sprechen sollten:

„Der Begriff „Smog“ im Wort „Elektrosmog“ ist ein Kunstwort aus den englischen Wörtern „smoke“ (Rauch) und „fog“ (Nebel). Er bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch die Anwesenheit von Luftschadstoffen in gesundheitsschädlichen Konzentrationen. In Bezug auf die künstlichen elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Felder wird der Begriff „Smog“ verwendet, um deren allgegenwärtiges Vorkommen in der Umwelt des Menschen und die in diesem Zusammenhang befürchteten gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu beschreiben. Obwohl die Wortwahl nicht sehr glücklich ist und eher zur allgemeinen Verunsicherung beiträgt, wird der Begriff „Elektrosmog“ vielfach in den Medien und in der öffentlichen Diskussion verwendet.“ BfS

Über die Auswirkungen elektromagnetischer Felder auf die Gesundheit sind in den vergangenen 30 Jahren ca. 25.000 wissenschaftliche Artikel veröffentlicht worden.
Die Weltgesundheitsorganisation bietet beispielsweise einen sachlichen durchaus im Positiven distanzierten Einstieg in die Thematik.

Der Stand der wissenschaftlichen Diskussion auf der einen Seite, der emotional aufgeladene öffentliche Diskurs auf der anderen Seite erklären den Vorschlag der begrifflichen Unterscheidung zwischen “biologischen” und “gesundheitlichen Wirkungen”. Die öffentlich geäußerten Bedenken richten sich vor allem auf mögliche gesundheitliche Langzeiteffekte, die durch schwache elektromagnetische Felder ausgelöst werden könnten. Die Weltgesundheitsorganisation ist mit dem EMF-Projekt um Ergebnisse aus Langzeitstudien bemüht. Sie betont jedoch gleichzeitig, dass “trotz ausgedehnter Forschungen […] es bis heute keinen Nachweis dafür [gibt], dass eine Exposition durch schwache elektromagnetische Felder für den Menschen gesundheitsschädlich ist.”

Auch die kleine und große Schwester der Petit Economy, wie alle anderen Energiesparlamen aber auch alle anderen Elektrogeräte (Handy, Mikrowelle, Fernseher, etc.) erzeugen elektrische und magnetische Felder.
Da es diesbezüglich für Energiesparlampen noch keine Richtnormen oder Empfehlungen gibt, bedient man sich in der Diskussion anderer Werte. So hat die Stiftung Warentest im Heft 1/2006 die sehr strenge TCO-Empfehlung als Richtwert genommen, mit der sonst Computermonitore verglichen werden. Dort sagt die Stiftung Warentest, dass die Hersteller noch mehr tun könnten. Im Gegensatz steht dazu eine Studie aus der Schweiz im Auftrag des Bundesamtes für Energie, in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit, allerdings auch in Zusammenarbeit mit einigen Herstellern von
Energiesparlampen. Dort werden andere Meßgrößen herangezogen, unter anderem die für Haushaltsgeräte gültige Norm EN50366. Die Studie kommt zu folgendem Ergebnis: “Die von den Vorschaltgeräten von Energiesparlampen ausgehenden hochfrequenten Felder sind ebenfalls gering und gegenüber anderen Geräten nicht auffällig.” Der Studie nach werden sogar die strengen TCO-Empfehlungen für Computermonitore von den meisten Energiesparlampen eingehalten. (Nur eine Energiesparlampe lag knapp über der Empfehlung).

Unabhängig von der wissenschaftlichen Situation ist die Entwicklung einer Art TCO-Empfehlung für Energiesparlampen durchaus anstrebenswert.

Die Weltgesundheitsorganisation äußert sich außerdem folgendermaßen zum Thema:

„Die Öffentlichkeit fordert konkrete Antworten auf die immer drängendere Frage, ob die elektromagnetischen Felder der Alltagsumgebung gesundheitsschädliche Effekte verursachen. Die Massenmedien scheinen oft klare Antworten darauf zu haben. Man sollte deren Berichte jedoch mit Vorsicht bewerten und berücksichtigten, dass das Hauptinteresse dieser Medien nicht der sachlichen Aufklärung gilt. Für das Auswählen und Schreiben einer Story kann es für einen Journalisten eine ganze Reihe nicht-fachlicher Gründe geben: Journalisten konkurrieren miteinander um Aktualität und Veröffentlichungsplatz, und Zeitschriften und Zeitungen konkurrieren miteinander um Auflagenhöhen. Beim Erreichen dieser Ziele helfen ihnen neue, sensationelle Überschriften, die für möglichst viele Bürger interessant sind -schlechte Nachrichten sind nicht nur die größten, sondern oft die einzigsten, die wir beachten. Über die große Zahl von Untersuchungen, die darauf hindeuten, dass elektromagnetische Felder ungefährlich sind, wird wenig oder gar nicht berichtet. Die Wissenschaft kann noch keine Garantie für absolute Sicherheit geben, doch die Fortschritte in der Forschung sind im Großen und Ganzen beruhigend.“

Die Erde in rot.